2014 Juni Pfingsten

Herrliches Pfingstwetter und wir kommen sogar einigermaßen gut durch Hamburg. Nur 12 km Stopp and Go. Eine halbe Stunde länger als normal. Den Abend verbringen wir mal wieder im legendären Fofftein. Eine kleine Kneipe in Kappeln, in die sich nur selten Touristen verirren. Aber wenn , dann sind sie gleich die besten Freunde. Aus dem Fofftein geht keiner ohne neue Freunde und nüchtern nach Hause. Jedenfalls war das bei uns bisher immer so. Ob es Mütze der Hausmeister, Frank der Hotelbesitzer oder Allan der Fischer war. Hier sind die Norddeutschen  jedenfalls nicht wortkarg und stur und wollen nur unter sich sein.

Am nächsten Morgen geht es los. Aus der Schlei raus entscheiden wir uns wieder für Höruphavn. Die einzige Richtung, in die wir überhaupt segeln können. Also, Windfahne eingestellt und mit schlappen 2 – 3 Knoten zieht die Kleine Brise ihre Bahn in die Bucht von Höruphavn. Dort angekommen sind wir nicht allein. Die Bucht ist voll von Ankerliegern, die das schöne Wetter genießen wollen. Am nächsten Tag zieht uns die Fock bei 5 Bft rasch nach Langballigau. Unser Hafen des Jahres 2011. Ein kleiner Fischerstandort in der Flensburger Förde mit Campingplatz, Imbiss, Restaurants, Andenkenshop usw. Viele viele Leute flanieren hier herum, Biker treffen sich hier und es ist eine nette Atmosphäre. Odins Fischimbiss ist der Renner und die Inhaber sind so was von freundlich. Nicht unbedingt selbstverständlich bei dem Andrang. Der Fisch kommt von einem kleinen Fischerboot – „Odin“ – und man kann ihn auch dort direkt kaufen und selber zubereiten.

 

Der Hafen ist klein und sehr eng. Wir quälten uns in eine Box und mussten feststellen, dass sie eher für ein 8 m Boot ausgelegt war und nicht für 10 m. Das Heck ragte weit raus und da wir dort schlafen war uns das nicht geheuer. Also quälten wir uns wieder raus und suchten einen besseren Platz.

Die Rückfahrt in die Schlei bei leichter Brise nutzten wir für notwendige Holzarbeiten am Schiff. Schon ein bisschen widersinnig. Der Windpilot steuert das Schiff mit seichten 3 Knoten dahin. Im Cockpit rattert der Generator um den nötigen Strom für die Schleifmaschine zu liefern. Aber so stören wir wenigstens niemanden anders. Bei der Ankunft hinter Maasholm ist alles geschliffen und lackiert.

 

Es ist warm und Doro erfrischt sich mit einem Bad in der Schlei. Am nächsten Morgen muss ich dann auch rein. Nach 4 Tagen ohne Dusche hat mich Doro dann überzeugt, dass das eine gute Idee wäre.

 

Ach ja, 2 neue AGM Batterien eingebaut. Zwei mal 100 ah. Mal sehen, wie sie sich bewähren.