Auf der Kreuz Richtung Süden

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Nach 4 Tagen mit vielen Kontakten und einem familiären Hafenflair verlassen wir Kristianopel. Der Wind hat nachgelassen und es kommt ein Tag Südost. Den wollen wir nutzen um über die Hanöbucht zu kommen. Die Hanöbucht ist berüchtigt für ungemütlichen Seegang bei widrigen Winden und Südost passt gut. Und – wie kann es anders sein – wir kreuzen erst einmal die 10 Meilen bis zur Einfahrt in die Schären weiter. Es ist Südsüdwest und erst ab der Einfahrt geht es in Richtung Nordwest.

 

 

Wir – d.h. ich segel immer noch zusammen mit Susanne und Andreas auf der Slisand. Wir haben ähnliche Interessen und es macht viel Spaß, abends zusammen zu essen und zu quatschen. Dabei kochen wir abwechselnd so dass mal andere Gerichte auf den Speiseplan kommen.

Bis Karlskrona können wir segeln und Andreas und Susanne machen sehr schöne Aufnahmen  von mir und der Kleinen Brise. Solche Gelegenheiten sind selten:

 

Der Abend beschert uns dann noch ein kleines Naturschauspiel. Der Abend ist klar und es ist eine partielle Mondfinsternis bei Vollmond angesagt. Sie ist wunderschön zu sehen:

 

Dann ankern wir für die Nacht in einer Bucht, die uns vor südlichen Winden schützt und warten auf die Drehung des Windes auf Südost. Sie kommt auch wie versprochen und bringt uns am nächsten Tag mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 6.1 Knoten nach Simrisham. Das ist ziemlich gut. Und wir kommen ziemlich durchgeschaukelt an. Die Wellen sind uns schräg von hinten wohlgesonnen aber aus einer anderen Richtung möchte ich sie auch nicht haben. Ein Gang durch Simrishamn beendet den Tag. Der Wind hat auch wie angekündigt aus Süd zurück gedreht, nicht angekündigt war die Windstärke von 5 Bft. 3 Bft. waren angekündigt weshalb wir auch früh um 7 los sind. Da der Hafen offen zur Küste liegt und die Wellen ungebrochen dagegen laufen ziehen wir die Segel schon im Hafen hoch – das war auch gut so. Draußen ist sofort Fahrstuhlfahren angesagt.

 

Das Ende nach Süden zieht sich und ich kreuze weit raus um dann die Welle mehr von hinten in Richtung West zu haben so dass Andreas anfragt, ob ich noch einmal nach Bornholm wolle. Sieht aber nur so aus! Die Wellen sind sehr hoch – ich schätze bis 3 m. Mit einem Reff und 18 – 22 kn Wind komme ich gut die Südküste entlang und sehe die Mäusezähne von Kaseberga. (Schiffssetzung der Wikinger). Viele Leute stehen oben und die Paraglider  schweben in den Aufwinden der Küste.   

 

Wir kommen in Ystad an und bringen den Sommer mit.