Kalmar

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In Kalmar hatten wir zwei schöne Tage. Neben uns lagen Carl und Wiebke (ich bin nicht sicher, ob er wirklich Carl hieß aber es passt) mit ihrer Aphrodite aus Holland. Sie haben ihr Schiff auch in Rendsburg bei Schreiber um nicht immer den langen Weg über die Nordsee zu machen.  So gibt es bestimmt ein Wiedersehen. Lange unterhielten wir uns über die Algenplage. Im Ijsselmeer ist es wohl ganz schlimm geworden und diese warme Wetterlage ist für das Wasser eine Katastrophe. Auch hier sind wir teilweise durch ganze Felder der glibrigen Masse gefahren. Zum Glück ist es weiter drinnen am Ufer und in den Schären nicht so schlimm. Dazu kommen die unzähligen kleinen Fliegen, die sich offensichtlich in dieser Masse von Algen explosionsartig vermehren. Schade.

Der Hafen bot ein lebhaftes Ambiente. Wir hatten einen Platz an den Fingerstegen vor dem Touristenbüro, also mittendrin. Wir haben es sehr genossen. Flanierende Menschen, Musik und Tanz und natürlich jede Menge Hafenkino, so wie wir es manchmal lieben. Und die Schweden respektieren ja sehr die individuelle Ruhebedürftigkeit – jedenfalls die meisten.  Natürlich gibt es auch laute Partys ohne Rücksichtnahme wie wir es in Visby oder Borgholm erlebt haben aber wo gibt es das nicht. Öffentliche Veranstaltungen enden meistens vor 22 Uhr und auch in den Lokalen und Restaurants tritt dann Ruhe ein, wenn die Südländer zum Essen gehen. Am letzten Abend genossen wir ein tolles Konzert auf dem Larmtorget. Die Band sorgte gut für Stimmung und die Schweden konnten alles mitsingen.

Sandskulpturen, Altstadt, Hafen, Fußgängerzonen mit Cafés und Geschäften …. Wir ließen uns gemütlich treiben. Um das Schloss machten wir einen Abendspaziergang und das Länsmuseum muss auf einen Regentag warten. Aber der lässt weiter auf sich warten. Noch ist ein Ende des sagenhaften Sommers nicht in Sicht. Allerdings dreht der Wind auf das für uns günstige Ost.

Schon in Borgholm trafen wir Michael, er lag neben uns. Hier kam er nochmal auf uns zu und wir stellten fest, dass wir uns vom Wieltsee in Dreye kennen. Sein Sohn hat damals – Anfang der 90er Jahre – bei mir am Optikurs teilgenommen. Er kaufte sich dann ein größeres Schiff, die Arielle (ungefähr zur selben Zeit als ich die Mary, die Ranger 29 kaufte) und zog damit nach Hooksiel. Die letzte Begegnung war ein Zuwinken an der Nordspitze von Aerö.  Von ihnen bekamen wir den Tip Groenhagen an der Südspitze von Öland. Dort gibt es viele Seevögel und Robben zu beobachten und eine wideraufgebaute Wikingerburg. Dorthin sind wir jetzt auf dem Weg denn es liegt fast auf unserem Kurs.